Grabstätten bedeutender Osnabrücker Bürger auf Hasefriedhof und Johannisfriedhof

Hasefriedhof und Johannisfriedhof sind Ruhestätten für viele Persönlichkeiten der Osnabrücker Stadtgeschichte und für Menschen mit eindrucksvollen, oft auch dramatischen Schicksalen.

Hasefriedhof

Der Fabrikant Otto Kromschröder produzierte gemeinsam mit seinen Brüdern Fritz und Ernst Gaszähler, womit sie außergewöhnlich erfolgreiche Unternehmer wurden. Noch heute existiert die Firma in Osnabrück.

Im Stadtteil Wüste erinnert die Kromschröderstraße an die erfolgreiche Familie.

Justus Friedrich August Lodtmann war der erste Mensch, der auf dem Hasefriedhof beigesetzt wurde.

Als junger Mann studierte er in Helmstadt und Leipzig Rechtswissenschaften und promovierte mit 35 Jahren in Duisburg.

Ab 1763 war er in Osnabrück über 10 Jahre lang Registrator (ein Registrator registriert und archiviert die Akten und den Schriftverkehr) der Land- und Justizkanzlei und in den folgenden Jahren Kanzlei- und Konsistorialrat des evangelischen Konsistoriums.

1794 übernahm er die Nachfolge von Justus Möser und wurde zum Geheimen Regierungsrefendar. Das war der wichtigste Beamtenposten des Fürstbistums Osnabrück.

Heute ist die Lodtmannstraße im Stadtteil Schölerberg nach ihm benannt.

Bernhard Dietrich Friedrich Möllmann war zwischen 1888 und 1897 Bürgermeister von Osnabrück. Die Jahre davor arbeitete er als Rechtsanwalt und Senator, gehörte dem preußischen Abgeordnetenhaus an und diente unter J. von Miquel (Bürgermeister der Stadt Osnabrück) als Syndikus (Jurist der Stadt).

Die Möllmannstraße im Stadtteil Schölerberg erinnert noch heute an den einstigen Bürgermeister.

Siegfried Pelz war ein stadtbekannter Arzt, der von den Nationalsozialisten verfolgt wurde.

Als junger Mann diente er als Feldarzt im Deutsch-Französischen Krieg. Ab 1873 arbeitete Pelz als einfacher Assistenzarzt im Osnabrücker Stadtkrankenhaus, wo er bald Leiter der chirurgischen Abteilung und schließlich Chefarzt wurde. Der Geheime Sanitätsrat Pelz zeichnete sich durch seinen Einsatz für bedürftige Patienten aus.

Während des Ersten Weltkriegs leitete Pelz die Lazarette der Stadt und des Landes Osnabrück. Im Jahre 1922 ging er mit 74 Jahren in Pension. 1928 erhielt er schließlich den Ehrenbürgerbrief der Stadt Osnabrück.

Obwohl Siegfried Pelz schon früh aus der jüdischen Religionsgemeinschaft ausgetreten war, begann für ihn mit Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ein schwerer Leidensweg. Die Ehrenbürgerschaft wurde ihm wieder aberkannt. Er und seine Familie wurden durch die Nationalsozialisten schikaniert und verfolgt. Pelz verstarb 1936 in Osnabrück. Die NSDAP verbot, dass ein Nachruf in Zeitungen gedruckt wurde und dass Vertreter der Stadt an der Trauerfeier teilnahmen. Dennoch ließen sich viele Menschen dies nicht nehmen.

Seine Tochter Anna starb im Konzentrationslager Riga, seine Tochter Clara überlebte in Hannover.

Heute ist die Dr.-Pelz-Straße in Osnabrück nach dem Arzt benannt. Zudem findet sich eine Erinnerungstafel in den Städtischen Kliniken am Finkenhügel. Posthum erlangte Pelz die Ehrenbürgerschaft zurück.

Auf dem Hasefriedhof sind die Eheleute Felix und Agnes Schoeller beigesetzt.

Felix wurde1855 in Düren geboren und war Fabrikant, er führte eine Feinpapierfabrik vor den Toren Osnabrücks, die noch heute existiert.

Agnes‘ intensives Engagement in der städtischen Wohlfahrt brachte ihr als der ersten Frau die Ehrenbürgerschaft Osnabrücks ein. Zudem erhielt sie die medizinische Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen. Agnes Schoeller gründete Werkskindergärten, eine Konsumgenossenschaft und eine Betriebskrankenkasse, förderte Kinderheime, Mütterberatungsstellen, Obdachlosenunterkünfte, den Vaterländischen Frauenverein und vieles mehr.

Noch heute trägt ein Wohnheim im Stadtteil Schölerberg ihren Namen: Agnes-Schoeller-Haus.

Ihr zweiter Sohn Gerhard Schoeller wurde 1886 geboren und übernahm ab 1913 die kaufmännische Leitung der Fabrik. Zudem gründete er gemeinsam mit Justus Haarmann 1927 den Schlossverein.

Nach ihm ist heute die Gerhard-Schoeller-Straße im Stadtteil Lüstringen benannt. Die ganze Familie wird mit der Schoellerstraße am Westerberg geehrt.

Bernhard Schopmeyer wurde 1900 in Hagen a. T. W. geboren und starb 1945 in Osnabrück. 1933 wurde der Bürgervorsteher der Zentrumspartei und deren Abgeordneter im Provinziallandtag von der NSDAP aus dem Amt entlassen.

Nach dem Krieg war er am Aufbau der CDU beteiligt, wurde jedoch im Bürgerpark hinterrücks erschossen. Der Täter konnte nie ermittelt werden.

Heute erinnert die Schopmeyerstraße im Stadtteil Schölerberg an den Politiker.

"Mitglieder der hier beigesetzten Familie wurden in den 20er bis 60er Jahren aufgrund ihrer pazifistischen und antinationalsozialistischen Einstellung sowie wegen ihres schriftstellerischen, journalistischen und politischen Engagements zu bekannten Persönlichkeiten. Sie sollten nicht in Vergessenheit geraten." - so steht es auf der Tafel vor dem Familiengrab Siemsen auf dem Hasefriedhof.

Der Text bezieht sich insbesondere auf die Geschwister Anna und Hans, die sich politisch in der SPD engagierten. Aber auch ihre Brüder August und Karl machten durch ihr Engagement als Sozialdemokraten auf sich aufmerksam.

Aufgewachsen sind sie alle in dem westfälischen Dorf Mark. Von ihrem Vater ging die Intention aus, nach Osnabrück zu ziehen, als er in den Ruhestand ging. Auch er ist hier beigesetzt.

Anna Siemsen war lange Zeit Professorin für Pädagogik in Jena. Sie hat viele Bücher zu verschiedenen Themen veröffentlicht. Kurt Tucholsky nannte sie "eine er klügsten Frauen Europas". Ihr Bruder August verfasste 1951 ihre Biografie.

Hans Siemsen wurde als SPD-Mitglied von den Nationalsozialisten verfolgt und musste für lange Zeit nach Frankreich und später in die USA ins Exil. Er hatte zudem durch seine Homosexualität Grund zur Furcht vor den Nationalsozialisten, denn auch homosexuelle Männer und Frauen wurden zu jener Zeit häufig ermordet.

Unter seinen Veröffentlichungen findet sich auch ein Roman mit dem Titel "Die Geschichte des Hitlerjungen Adolf Goers". In dieser Geschichte, die er im Exil schrieb, schildert er das Leben eines Jungen bei der Hitlerjugend.

Hasefriedhof beigesetzte Reinhold Tiling wurde 1893 in Absberg geboren und starb 1933 in Osnabrück.

Er war Ingenieur, Pilot im Ersten Weltkrieg und Raketenkonstrukteur. Seine Forschung wurde durch Freiherr Gisbert von Ledebur gefördert. 1928 patentierte er das "Raketenflugzeug mit ausschwenkbaren Tragflächen".

Tiling starb bei der Explosion einer seiner Flugkörper in seinem Labor auf Ledeburs Gut Arenshorst bei Bohmte.

Neben einem Gedenkstein in Arenshorst erinnert der Reinhold-Tiling-Weg im Stadtteil Sonnenhügel an den "Wegbereiter der Raumfahrt". 1970 wurde sogar ein großer Mondkrater nach ihm benannt.

Friedrich Vordemberge-Gildewart ist einer der bekanntesten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Aufgrund seiner konstruktiven Kunst und seiner Heirat mit Ilse Leda, einer Jüdin, hatte auch er unter den Nazis zu leiden.

Geboren wurde der spätere Künstler 1899 unter dem Namen Friedrich Vordemberge, er wurde aber von vielen nur Friedel genannt. Nach einer Tischlerausbildung in Osnabrück begann er im Alter von 20 Jahren ein Studium in Hannover: Innenarchitektur, Plastik und Architektur.

In der Folge war er in mehreren Künstlervereinigungen in Deutschland und einigen Nachbarländern aktiv. Besonders bekannt wurde seine Berufung in die von Mondrian begründete Künstlergruppe de stijl. Er schuf Reliefs, Bilder, Collagen und Fotomontagen, arbeitete aber auch als Möbeldesigner und Typograph.

Insbesondere in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hatte Vordemberge-Gildewart zahlreiche Ausstellungen in Europa. Da sein Vetter ebenfalls Künstler war und den gleichen Namen trug wie er, legte Friedrich Vordemberge sich den Namenszusatz Gildewart zu. So hieß die Straße in der Osnabrücker Innenstadt, in der er damals wohnte.

Von den Nationalsozialisten wurde Vordemberge-Gildewarts Kunst als entartet eingestuft. Um weiter arbeiten zu können, emigrierte er 1937 nach Amsterdam. Erst 1954 kehrte er nach Deutschland zurück und lehrte an der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Seine Werke erlangten große Bedeutung und Berühmtheit.

Gestorben ist Friedrich Vordemberge-Gildewart 1962 in Ulm. In Osnabrück hat er nach seinem Studium nicht mehr gelebt, den Kontakt zur Familie aber nie abreißen lassen, so dass er hier im Familiengrab beigesetzt wurde. Im Felix-Nussbaum-Haus findet man Werke von ihm.

Website der VG-Initiative
„Auf den Spuren von VG – ein interaktiver Stadtrundgang“

Gerhard Friedrich Wagner, auf dem Hasefriedhof in Osnabrück bestattet, lebte zwischen 1769 und 1846. Er war Kaufmann, Gildemeister, Vorsteher der Herrenteichslaischaft und Senator.

In der Krahnstraße betrieb er eine Stoffhandlung. 1835 gründete Wagner in Osnabrück den „Verein zur Verschönerung der Vaterländischen Fluren“, mit dem der Grundstein für die Anlage des Bürgerparks gelegt wurde.

Heute erinnert der Senator-Wagner-Weg im Stadtteil Sonnenhügel an diesen Mann.

Die auf dem Hasefriedhof bestattete Familie Weiß steht für die vielen Angehörigen der Sinti und Roma, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Der Vater Karl Weiß wurde 1885 in Blankenburg im Harz geboren. Mit seiner Frau und seinen fünf Kindern lebte er im Osnabrücker Stadtteil Wüste im Haus "Am Pappelgraben 17". Die Familie Weiß gehörte den Sinti bzw. Sinto an, einer Untergruppe der europäischen Roma. Oft wurden oder werden diese als Zigeuner bezeichnet.

Während der Zeit des Nationalsozialismus sprach die Osnabrücker Gestapo von einer "Zigeunerplage". Schließlich wurden die Sinti durch einen staatlichen Feststellungsbeschluss von ihren Häusern enteignet und in ein Barackenlager am Kiefernweg gesperrt. Die Gefangenen mussten dort hungern und schwer arbeiten. Während der Bombenangriffe blieb ihnen der Zutritt in die Luftschutzbunker verboten.

Zwischen 1942 und 1943 wurden die meisten Osnabrücker Sinti in Konzentrationslager verschleppt. Über fünfzig von ihnen kamen nach Auschwitz, wo sie ermordet wurden. Unter ihnen waren auch Karl Weiß, drei seiner Kinder und ein Neffe. Sie alle starben 1943.

Gerhart Georg Wessell wurde 1744 in Schwagstorf geboren und starb 1811 in Osnabrück.

Nach einer künstlerischen Ausbildung erhielt der Bildhauer Wessell 1783 den Ruf durch König Georg III. nach Osnabrück, wo er an einer Vielzahl von Bauwerken (z. B. Hirschapotheke, viele Werke in Kirchen im Umkreis von Osnabrück) maßgeblich beteiligt war.

Heute erinnert die Gerhart-Wessell-Straße im Stadtteil Schölerberg an den bedeutenden Osnabrücker Bildhauer.

Johannisfriedhof

Da die Nationalsozialisten seine Kunst für sich beanspruchten, hängt dem Maler Franz Hecker ein zweifelhafter Ruf an. Er selbst war aber nie in irgendeiner Weise politisch engagiert.

Franz Hecker besuchte in Osnabrück das Gymnasium und begann eine Lehre in der Bank, studierte dann aber an der Kunstakademie in Düsseldorf.

Seine erste Ausstellung hatte der Kunstmaler im städtischen Museum Osnabrück. Er malte vorwiegend Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und Landschaften, wobei er immer wieder das bäuerliche Leben darstellte.

Später lebte der alleinstehende Maler im sogenannten Heckerhaus auf dem Schölerberg, unweit der heutigen Franz-Hecker-Straße. Kurz vor seinem Tod verlieh ihm die Stadt Osnabrück die Möser-Medaille – eine Auszeichnung, die damals vom nationalsozialistischen Bürgermeister der Stadt verliehen wurde.

Gestorben ist Franz Hecker bei einem Bombenangriff in einem Luftschutzraum am Schölerberg. Zusammen mit seiner Schwester und einundfünfzig Heimkindern ist er erstickt, woran heute eine Gedenktafel erinnert. Am Riedenbach erinnert zudem ein Gedenkstein an den Osnabrücker Maler.

Sophie Immeyer war die Frau des Bauunternehmers Carl Immeyer. Im und nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie bekannt durch ihren Einsatz für andere. Sie organisierte zum Beispiel die Beschaffung von Nahrungsmitteln und Bekleidung für Bedürftige und war Vorsitzende des Osnabrücker Hausfrauenbundes.

Auch ein Heim mit modernen Kleinwohnungen für Frauen ließ sie am Hoffmeyerplatz errichten. Dieses bekam nach dem Zweiten Weltkrieg ihr zu Ehren den Namen Sophienheim. Zudem ist die Sophie-Immeyer-Straße im Stadtteil Kalkhügel nach ihr benannt.

Der Heimatdichter Heinrich Riepe lebte zwischen 1894 und 1962 in und um Osnabrück.

Nach der Ausbildung zum Volksschullehrer bekam er im damals noch selbstständigen Dorf Voxtrup eine Anstellung. Neben seiner Arbeit schrieb er niederdeutsche Gedichte und Erzählungen, in denen er meist das ländliche Leben beschrieb.

Riepe hat zahlreiche Bücher veröffentlicht.

Heute erinnern die Heinrich-Riepe-Straße im Stadtteil Voxtrup sowie der Heinrich-Riepe-Hof in Bissendorf an den Heimatdichter.

Der Schuldirektor und 14fache Vater Heinrich Schmidt erhielt seine Ausbildung am bischöflichen Seminar zu Osnabrück. Ab 1883 lehrte er an der Johannisschule, später an der Dorfschule in Voxtrup.

Bekannt wurde Schmidt durch seine unzähligen Ehrenämter. So war er zum Beispiel Leiter des katholischen Volksvereins, des landwirtschaftlichen Vereins St. Johann, des landwirtschaftlichen Konsumvereins und Rendant (Rechnungsführer) der Kirchenkasse St. Joseph. Zudem war er Vorsitzender der katholischen Schulorganisation des Landkreises und der Zentrumspartei.

Neben dem päpstlichen Verdienstorden ehrt ihn die Benennung der Rektor-Schmidt-Straße im Stadtteil Voxtrup.

Johann Mathias Seling wurde 1792 in Wenningsen bei Gesmold geboren.

Nachdem er einige Zeit auf einem Bauernhof gearbeitet hat, erhielt er eine Ausbildung zum Spinnradmacher und erlernte im Anschluss den Beruf des Kaufmanns in Holland. Kurze Zeit diente er als Sergeant in der französischen Militärregierung.

1816 begann er ein Theologiestudium in Münster, an welches sich die Priesterweihe anschloss.

Nach einiger Zeit des Lehrens musste Seling dieses aufgrund eines Augenleidens abbrechen und erhielt einen Posten als Kaplan an der Osnabrücker Johanniskirche. In diesem Amt setzte er sich in vielerlei Hinsicht für die Bekämpfung sozialer Missstände ein. Er gründete zum Beispiel eine Spinnschule für sozial schwache Kinder und gründete den Mäßigkeitsverein, der sich dem Kampf gegen Branntwein und Alkoholmissbrauch verschrieb.

An den mitunter "Mäßigkeitsapostel" genannten Kaplan erinnert noch heute der Selinghof im Stadtteil Kalkhügel.

Christian Franz Thorbecke war Sohn eines Tabakfabrikanten und führte die Fabrik gemeinsam mit seinem Bruder.

1808, als Osnabrück zum Königreich Westfalen gehörte, wurde er zum Maire adjoint und sechs Jahre später von der Regierung des Kaiserreichs Frankreichs zum Maire (Bürgermeister) von Osnabrück ernannt. Nach der Abdankung Napoleons wurde er Bürgermeister und zugleich Polizeidirektor.

1825 gründete er die Sparkasse Osnabrück.

Heute erinnert die Thorbeckestraße im Stadtteil Kalkhügel an diesen vielfältigen Mann.

Gustav Tweer, der "erste Sturz- und Schleifenflieger", wie es auf seinem Grabstein heißt, wurde 1893 in Osnabrück geboren.

Nachdem er das Carolinum ohne Abitur verließ, begann er eine Kaufmannslehre.

In Münster erlernte er das Fliegen und zeigte bereits 1914 seine ersten Kunstflüge vor Publikum. Er beeindruckte die Zuschauer mit waghalsigen Manövern, mit Sturz-, Schleifen- und Rückenflügen oder Loopings.

Im Ersten Weltkrieg flog er als einer der ersten Aufklärungsflieger und erhielt dafür das Eiserne Kreuz. In der Folge wurde er in Hannover zum Einfliegen neuer Flugzeuge einberufen und verunglückte 1916 mit 23 Jahren bei einem Testflug in der Nähe von Hannover. Die Gustav-Tweer-Straße im Stadtteil Kalkhügel erinnert an diesen Flugpionier.

Der aus einer Unternehmerfamilie stammende Heinrich Carl Westerkamp wurde nach seinem Jurastudium zum Obergerichtsanwalt und Bürgervorsteher in Osnabrück.

Später wurde er zum rechtskundigen Senator und Polizeidirektor gewählt und im Jahre 1888 zum Stadtsyndikus (Verwalter).

Ab 1898 war er Bürgermeister und vertrat Osnabrück im preußischen Abgeordnetenhaus. 1899 wurde er zum Oberbürgermeister ernannt.

Die Westerkampstraße im Stadtteil Schölerberg erinnert noch heute an den 1901 in Bad Ems verstorbenen und auf dem Johannisfriedhof in Osnabrück bestatteten Carl Westerkamp.